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Making-of: Was steckt hinter der Idee „Friesensport“ und den Motiven?

Kim-Christopher Granz
Digital Brand Manager
Kim-Christopher Granz
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„Gelbe Gummistiefel – Größe 46, bitte!“ Man sollte meinen, hier an der Nordsee würden einem diese Treter geradezu nachgeworfen. Doch die Suche gestaltete sich schwerer als gedacht. Jedes denkbare Schuhgeschäft wurde angerufen, bis irgendwer auf die revolutionäre Idee kam: „Gibt’s die nicht im Baumarkt?“ Vierzig Minuten und ein paar Anproben später, waren wir stolze Besitzer eines strahlend-gelben Paares Gummistiefel.

Wenige Tage später schritten einige von uns dann schon zur Tat. Die Idee „Friesensport“ sollte dargestellt werden. Doch wie? Wir überlegten uns, die Disziplin Gummistiefel-Weitwurf darzustellen. Um dabei auch ausreichend authentisches Publikum zu haben, trafen wir uns zum Filmen einer kleinen GIF für den enera-Facebook-Kanal in der Cafeteria der Hochschule. Da es vielleicht ein bisschen trostlos aussehen könnte, wenn ein Mensch einfach einen Gummistiefel wirft, kamen wir auf die Idee, zwei Menschen sich gegenseitig abwerfen zu lassen. Das sorgte auch gleich für mehr Nervenkitzel, denn die gelben Gummistiefel gab es nur mit Stahlkappe.

Also warfen wir Gummistiefel. Und noch einmal. Und wieder. Verletzt wurde keiner, doch auch die Videos waren noch nicht so, wie wir sie uns vorstellten. Wir mussten eine neue Location finden! Wie praktisch, dass gerade zu diesem Zeitpunkt die Wirtschaftsingenieure aus ihrer Mathevorlesung kamen. Schnell huschten wir in den Saal, in dem noch tausend unverständliche Formeln an der Tafel prangten, und bewarfen uns erneut. Auch positionierte sich eine Kommilitonin hinter dem Pult und gab eine äußerst überzeugende Darbietung einer empörten Mathematik-Dozentin. Nach ein paar Würfen und ein paar Lachanfällen entstand schließlich auch das perfekte Video.

Doch auf seinen Erfolgen soll man sich ja bekanntlich nicht ausruhen. Also ging es weiter nach Dangast. Dort erwartete uns das Beste, was die Nordsee zu bieten hat: Strand, salzige Luft – und richtig schönes Regenwetter. Bei gefühlten Minusgraden warf sich unser männliches Model in Badehose und Gummistiefel, bereit sich ins Watt zu legen. Schnell fand sich auch ein nettes Plätzchen in der Nähe eines Stegs, wo unser Kommilitone direkt als Wattengel posieren wollte. Weit kam er jedoch nicht. Bevor wir ihm helfen konnten, war er schon knietief im dunklen Boden versunken. Keiner von uns hatte geahnt, dass das Watt so tief sein konnte.

In der Zeit, in der unser Model versuchte, sich zu befreien, suchten wir anderen also einen neuen Platz, um unsere Leiter aufzustellen. Denn die sollte nach Möglichkeit nicht versinken. (Sie gehört nämlich unserem Dozenten.) Nachdem wir einen passenden Platz gefunden hatten und den Videodreh begann, war die passende GIF für unsere Idee „Wattwanderung“ auch schnell im Kasten. Unser Kommilitone jedenfalls machte einen großartigen Job und zauberte wunderbare Engel ins Watt. Glücklicherweise hatte das Kurhaus Dangast einen Schlauch, mit dem wir ihn und die Gummistiefel abspritzen konnten. Denn so konnten wir ihn auf gar keinen Fall ins Auto setzen.

Der Videofreh für den „Grill-Flashmob“ war deutlich angenehmer. Denn wer liebt es nicht zu grillen? Fast der gesamte Kurs traf sich zum angrillen. Aber bevor gegessen wurde, musste erst mal eine GIF erstellt werden. Der erste Plan war es, Grill-Käse zu filmen, der mit dem Schriftzug „enera“ versehen war. Doch diese Idee wurde schnell wieder verworfen. Irgendwie musste noch Bewegung ins Bild gebracht werden. Da kam der Einfall: „Die enera-Bildmarke lässt sich doch mit Würstchen legen.“ Doch leider waren wir nicht genug Leute, damit jeder einen Punkt legen konnte. Die Kamera musste also so gehalten werden, dass auf gar keinen Fall erkennbar war, dass manche Leute zwei Gabeln in der Hand hatten. Und wir wetten: Keiner von euch hat es auf dem Endergebnis bemerkt.

Kommen wir zur letzten Idee: der „Friesenkrimi“. Die Frage war zuallererst: Wie stellt man einen Krimi dar? Wir brauchten eine Leiche. Und da das ganze ja an der Nordsee stattfinden sollte: eine Wasserleiche. Relativ schnell war sie auch gefunden. Bei strahlendem Sonnenschein und 20 Grad, schmiss sich unsere Kommilitonin in ihr weißes Kleid und legte sich in die acht Grad kalte Nordsee.

Aber so einfach war es nicht. Nachdem die erste mögliche Stelle gefunden wurde, legten wir das Model so ins Wasser, dass es möglichst real aussah. Die Leiche lag nach verschiedenen Anweisungen und Bemühungen gut, die Gummistiefel und der Föhn wurden platziert. Nun kam Herausforderung zwei: Ein gutes Video drehen. Während der Kameramann auf der Leiter stand und versuchte die Leiche möglichst gut abzulichten, sorgten die weiteren Helfer dafür, dass dieser sicher stand und nicht zu unserem Model ins Meer kippte.

Ein gutes Foto zu schießen ergab sich als die größte Herausforderung. Die Lichtverhältnisse und die Begebenheiten vor Ort erschwerten es. Also neuer Versuch: Das Model wurde an einen anderen Ort gelegt, Föhn und Gummistiefel erneut postiert und wieder versucht ein Foto zu machen. Unser Model lag auch beim zweiten Versuch tapfer im kalten Wasser und folgte den Anweisungen. Video Nummer 2 war im Kasten. Mittlerweile war nicht nur unser Model nass. Damit unsere „Leiche“ optimal lag, stieg eine Kommilitonin samt ihrer Schuhe ins Wasser, einer anderen ging das Wasser schon fast bis zum Knie. Das war Einsatz!

Doch auch die zweite GIF stellte uns noch nicht vollständig zufrieden, also: Wieder ein neuer Ort für unser Model. Und auch dieses Mal legte sich unsere Kommilitonin entschlossen und ohne Jammern ins Wasser. Und schon hatten wir unseren Favoriten! Unser Model durfte nach über einer Stunde Fotoshooting raus aus der kalten Nordsee und sich schnell etwas Warmes überziehen. 

Nach den vielen Drehs waren wir uns einig: Der Aufwand und der Einsatz haben sich für das Ergebnis definitiv gelohnt!

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