Der Energiewende-Demonstrator 4

Stabiles Energiesystem durch neue Lösungen

Neue Technologien ermöglichen eine bessere Moderation des Energiesystems. Intelligente Komponenten und neue, regionale Systemdienstleistungen stabilisieren das System auch in Zeiten hoher Einspeisung von erneuerbarer Energie.

Spannungshaltung: Netze in ländlichen Gebieten erreichen ihre Grenzen

Eine der wesentlichen Herausforderungen, die mit der Energiewende einhergehen, ist die Spannungshaltung. Durch die Einspeisung des Stroms aus dezentralen Erzeugungsanlagen steigt die Spannung in den elektrischen Verteilnetzen. Dieser Spannungsanstieg ist physikalisch notwendig, damit die produzierte Energie zum Verbraucher übertragen wird. Insbesondere in ländlichen Versorgungsgebieten mit einer hohen Dichte von dezentralen Erzeugungsanlagen, erreichen die Spannungswerte bereits die oberen Grenzwerte.

Intelligente Komponenten vs. konventionellen Netzausbau

Eine Möglichkeit, um den Spannungsanstieg zu reduzieren, ist das Verlegen neuer Leitungen, die die Übertragungskapazität erhöhen. Alternative Lösungsmöglichkeiten sind z. B. die Blindleistungsbereitstellung von Erzeugungsanlagen oder regelbare Ortsnetztransformatoren, die diesen konventionellen Netzausbau vermeiden. Der Einsatz dieser Alternativen wird verbessert auf Basis der Erfahrung der Netzbetreiber und der neuen Informationen, die durch die digitale Veredelung der passiven Infrastruktur zur Verfügung stehen.

Regionalisierte Systemdienstleistungen von flexiblen Akteuren

Neben dem Aufbau intelligenter Komponenten möchte enera neue Wege aufzeigen, indem flexible Akteure die Möglichkeit erhalten, regionale Systemdienstleistung anzubieten. Zu klären ist, wo welche Komponente entscheidende Vorteile bringt, wo bestehende Akteure – wie moderne Windenergieanlagen – besser genutzt werden können und wo neue, systemdienstleistungs- (SDL)-fähige Systeme wie Speicher benötigt werden.

Im nächsten Blogbeitrag: Markt statt Förderung – neue Anreize aus bestehenden Möglichkeiten