Der Letzte macht

das Licht aus

Die Installation von Messtechnik betrifft bei enera auch die Privathaushalte. Sie ist ein Baustein für ein intelligentes Zuhause – ein Smart Home. Was ist das eigentlich und wie sieht das aus? Dies möchte ich an meinem eigenen Haus erproben. Begleiten Sie mich auf dem Weg zur Realisierung von meinem persönlichen Smart Home.

Warum Privathaushalte wichtig für enera sind?

Eine wesentliche Aufgabe von enera ist es mindestens 10.000 intelligente Messsysteme in der Modellregion zu installieren. Dazu gehört auch die Ausstattung von privaten Haushalten mit entsprechender Messtechnik. Hiermit können zum einen Lastflüsse gemessen werden, um wichtige Informationen für das Smart Grid bereitzustellen und zum anderen können über die Technik Informationen aus dem Netz in das Haus gesendet werden. Dies wirkt sich positiv auf das Gesamtsystem aus, denn anhand dieser Information können zum Beispiel stromintensive Vorgänge im Haus angestoßen werden, wenn das Gesamtsystem Stromverbrauch benötigt. Wenden wir dieses Beispiel auf viele Haushalte an, haben wir lastmäßig einen großen Hebel mit „einfacher“ Technik.

Was ist ein Smart Home?

Dafür eine passende Definition zu finden gestaltet sich schwierig. Da der Begriff viel Raum zur Interpretation bietet, fällt es mir einfacher zu schreiben was kein Smart Home darstellt. Zum Beispiel ist ein über das Smartphone schaltbarer Stecker noch kein Smart Home. Smart Home bedeutet vielmehr, dass selbstständig Prozesse angestoßen werden, die mich als Nutzer unterstützen, aber nicht beeinflussen. Stellen Sie sich vor, Sie stehen morgens auf und in sämtlichen morgens genutzten Räumen ist bereits Ihre Wohlfühltemperatur eingestellt. Die Zirkulationspumpe beginnt zu laufen wenn jemand das Bad betritt. Dabei geht es nicht um technische Spielereien, sondern vielmehr darum, verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umzugehen. Ein Smart Home steigert meinen Komfort und spart unterm Strich Energie.

Besitzen Sie ein Smart Home?

Wenn nicht, dann gehören Sie zur großen Mehrheit, aber warum ist das so? Weil oft der Nutzen, der Mehrwert eines solchen Systems nicht klar ist. Weitere Hürden wie fehlende Datensicherheit, hohe Investitionen in neue Technologien und fehlende Standards spielen ebenfalls eine Rolle. Spannend bleibt es zu beobachten, wie sich Apple oder Google in diesem Markt positionieren. Dies wird die Entwicklung im Smart-Home-Markt deutlich beeinflussen. Vielleicht können Initiativen wie EEBus, Connected Living oder TheThread Group Bewegung in den Markt bringen oder zumindest die Entwicklung von Standards beschleunigen. Das ist deshalb so wichtig, weil mit einheitlichen Standards endlich unterschiedlichste Geräte mit einer Sprache kommunizieren könnten. Dann teilt das E-Auto dem Haus mit, wo es sich momentan befindet, übermittelt den Akkuzustand, und das Haus plant die Ladung der Batterie ins Energiemanagement ein.

Meine Motivation für ein Smart Home

Mein Haus stammt aus dem Jahre 1963, ein Walmdachbungalow, an dem nachträglich Dämmmaßnahmen durchgeführt wurden, so dass ich auf einen Verbrauch laut Energieausweis von 167 kWh/(m2 x a) komme. Das ist vorerst zufriedenstellend. Aber die Elektroinstallation ist weit von einem zufriedenstellenden Standard entfernt: 2-adrige Verkabelung ohne Schutzleiter und ohne FI Schutzschalter. Das muss sich ändern, nicht zuletzt, weil ich mich mittlerweile seit acht Jahren mit dem Thema der intelligenten Haussteuerung auseinandersetze. Wichtig ist mir dabei, dass meine Familie dadurch nicht behindert wird oder die Lebensqualität darunter leidet. Ich möchte verschiedenste Systeme ausprobieren, um zum Beispiel kabelgebundene Systeme mit Funksystemen vergleichen zu können.

Mein Weg zum Smart Home

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Wenn man sich wirklich entscheiden muss, ist es doch sehr schwer. Viele Systeme bieten sich an. Der im Markt weit verbreitete Standard KNX oder vielleicht herstellerspezifische Lösungen, wie free@home von Busch & Jäger oder der Miniserver von Loxone? Ich starte mit Loxone, weil es meine individuellen Anforderungen erfüllt. Es ist eine Hutschienen-Lösung und es kann vieles verkabelt werden. Andere Systeme wie zum Beispiel KNX können integriert werden und auch Funkprotokolle, wie zum Beispiel EnOcean werden unterstützt. Ich bin gespannt. Begleiten Sie mich auf dem Weg zum Smart Home. In meinem nächsten Blog werde ich über meine Erfahrungen bei der Installation berichten.