Energiewende

= Bezahlbarer Klimaschutz?

enera - ein notwendiger technologischer Schritt in Richtung einer klimafreundlicheren Zukunft! Steigende Treibhausgas-Emissionen, wachsende Weltbevölkerung und eine überproportionale Nutzung der Biokapazität unserer Erde – gibt es überhaupt noch Hoffnung für den Klimaschutz?

Trotz zunehmender Anteile erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch steigen (selbst in warmen Wintern) in Deutschland unsere Treibhausgas-Emissionen seit 2011 wieder an. Warum haben wir kein schlechtes Gewissen und hören uns sagen: „Wir haben schon so viel Wind- und Sonnenenergie. Das Problem liegt doch in anderen Ländern! Sollen doch beispielsweise die Chinesen erst einmal ihre Emissionen durch Kohlekraftwerke in den Griff bekommen …“? Leider ist die Realität eine andere. Um beim Beispiel China zu bleiben: Der durchschnittliche Chinese erzeugt weniger Treibhausgas als der durchschnittliche Deutsche. Und der durchschnittliche Deutsche produziert fast doppelt so viel Treibhausgas wie der durchschnittliche Erdbewohner.

Die Selbsterneuerungskraft der Erde

Die Biokapazität, ein Maß für die „Selbsterneuerungskraft“ der Erde, reicht für die aktuelle Weltbevölkerung nicht mehr aus! Die Menschheit konsumiert heute schon die Biokapazität von anderthalb Erden. Wir essen sozusagen das Saatgut für die folgende Aussaat mit auf und leben damit von unserer Substanz! Das heißt wiederum, dass die absolute Biokapazität schrumpft, während die Weltbevölkerung gleichzeitig noch zunimmt. Folglich gibt es immer weniger Kapazität für immer mehr Menschen. Die Wissenschaft geht davon aus, dass die Menschheit 2030 die Biokapazität von drei Erden benötigen wird (Quelle: Living Planet Report 2014 des WWF).

Der Klimaschutz steht noch am Anfang

Mit unseren Klimaschutzbemühungen in Deutschland (aber natürlich auch in vielen anderen Ländern) stehen wir also noch ganz am Anfang. Wir müssen uns viel mehr als bisher auf das wesentliche Ziel der Energiewende besinnen: den Klimaschutz.

Und es gibt Hoffnung: Es gibt Berechnungen, die zeigen, dass wir auch mit 9 Mrd. Menschen und der Biokapazität einer Erde (Mehr haben wir ja nicht!) prima zusammen leben könnten (siehe beispielsweise in „Welt mit Zukunft: Die ökosoziale Perspektive“ von Franz Josef Radermacher).

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, das Klima zu schützen:

enera als Demonstrator klimaneutraler Energieversorgung

Und was hat das mit enera zu tun? enera soll im Sinne der dritten Möglichkeit demonstrieren, was heute technologisch auf dem Weg zu einer klimaneutralen Energieversorgung möglich ist:

Durch enera zum Umdenken anregen

Aber wie bleibt das alles bezahlbar? Nach dem oben Gesagten müsste die Frage lauten: Gibt es eine Alternative dazu, ressourcenschonendes Verhalten zu erproben und die Möglichkeiten einer klimaneutralen Energieversorgung aufzuzeigen? Indem wir in enera demonstrieren, wie die eingesetzten Ressourcen, wie Energieerzeugungsanlagen, Energienetze und Energieverbrauchsanlagen optimal aufeinander abgestimmt werden, können wir ein funktionierendes Beispiel für Regionen in Deutschland und in anderen Ländern geben und dort hoffentlich ein Stück weit mit zum Umdenken anregen.



Quellen:
http://www.wwf.de/living-planet-report/
http://www.faw-neu-ulm.de/buecher-und-weitere-medien