Das Netz von morgen

– Entwicklung zum intelligenten Stromnetz

In aktuellen Debatten zum Stromnetz fällt immer wieder ein Begriff - „Smart Grid“ oder auch „intelligentes Netz“, was so klingt als ob das bisherige Stromnetz nicht intelligent war.

Der Stromkreislauf

Generell gilt für ein Stromnetz, dass der Strombedarf von Verbrauchern und die Stromerzeugung in den Kraftwerken immer exakt aufeinander abgestimmt sein müssen. Wenn also verbraucherseitig der Bedarf steigt und für diesen Bedarf nicht ausreichend Strom im Netz ist muss zusätzlicher Strom in das Netz eingespeist werden um der Stromanforderung gerecht zu werden, denn anders als zum Beispiel im Gasnetz, kann man den Strom nicht direkt im Netz speichern. Der im Tagesverlauf sehr unterschiedliche Strombedarf ließ sich dabei zwar bislang ziemlich exakt prognostizieren und die Kraftwerksleistungen (also die Stromerzeugung) konnten und können entsprechend angepasst werden, jedoch wurden keine weiteren Information, beispielsweise über den Zustand des Netzes, geliefert.

Neuer Strom, neue Anforderungen

Durch die zunehmende Integration Erneuerbarer Energien in das Stromnetz steigen auch die Anforderungen an das Netz, denn die Stromproduktion ist nun von zusätzlichen Faktoren wie zum Beispiel dem Wetter abhängig wodurch das Stromnetz an Differenziertheit zunimmt. Die Erneuerbaren im Netz und die weiterhin bestehende Notwendigkeit Strombedarf und Stromerzeugung in der Waage zu halten machen aktuelle Werte zu Strombedarf und –erzeugung unverzichtbar für einen Netzbetreiber. Dabei senden neben Windkraft-Anlagen auch andere dezentrale Energieerzeuger die Daten ihrer aktuellen Stromerzeugungsmenge an den Netzbetreiber.
 Weitere Informationen für das Stromnetz sollen Verbraucher liefern, die zukünftig ihre Strombedarfe an den Energieversorger melden. Dies geschieht automatisch und sicher über die intelligenten Stromzähler (sog. Smart Meter). Hinzu kommen noch Messinstrumente die direkt in das Stromnetz implementiert sind um alle relevanten Daten über den Zustand des Netzes zu messen und diese Daten ebenfalls an den Energienetzbetreiber weiterzuleiten. Das neue, intelligente Stromnetz ist damit komplett und liefert dem Netzbetreiber, durch die übermittelten Daten zu Stromerzeugung, -bedarf und Netzzustand, Informationen es ermöglichen das Stromnetz umfassend zu managen letztlich die Versorgungssicherheit auf demselben extrem hohen Niveau zu belassen wie wir sie bisher gewohnt sind.

Der Ist-Stand und das was kommt

Bei der Beschreibung im vorigen Absatz könnte man fast zu dem Schluss kommen das „intelligente Stromnetz“ sei bereits fertig, jedoch ist der umfassende Schritt, die Datenkommunikation zwischen Erzeugern, Verbrauchern und Energienetzbetreibern zu gewährleisten, noch nicht gegangen. Um diese zentrale Aufgabe bei der Entwicklung des Smart Grids zu erfüllen bedarf es Daten-Übertragungstechniken wie Funktechnologien, Glasfasernetzen oder dem Stromnetz selbst (sog. Powerline Communication) um das Herzstück des intelligenten Netzes, die Datenkommunikation, gewährleisten zu können, letztlich um den reibungslosen Austausch zwischen allen Beteiligten sicherzustellen. Der nächste Schritt wird es sein, die hierfür richtigen Technologien auszuwählen, im großflächigen Einsatz zu testen und im System zu implementieren, um die Stromversorgung von morgen vorzubereiten. Wir als devolo freuen uns darauf, den Beweis der Eignung unserer Powerline Communication Technologie zur Datenkommunikation zu erbringen.